Dez 09

Und warum?

Da ich nun seit 21 Jahren kein Fleisch und kein Fisch mehr esse, habe ich die Frage “Und warum?” schon oft gehört, wenn klar wurde, dass ich Vegetarier bin. Die Beantwortung der Frage ist schon ein wenig nervig, wenn man den Eindruck hat, dass man sich für seine Ernährung rechtfertigen muss. Aber in den letzten Jahren habe ich eine positive Veränderung festgestellt: Die Frage wird immer häufiger mit wirklichem Interesse an der Ernährungsform gestellt und nicht nur als Rechtfertigung.

Ein bisschen zu meinen ursprünglichen Gründen, die mich vor 21 Jahren zum Vegetarier werden ließen:
Ich komme vom Bauernhof und habe mehrmals ein Schlachthaus von innen gesehen. Auch bei der Schlachtung von Hühnern auf dem Hof war ich dabei. Dann kam meine Lieblingskuh Gerda zum Schlachter und ein paar Tage später wollte mir meine Mutter die Wurst beim Abendessen mit den Worten “das ist von der Gerda” schmackhaft machen. Das hat mich noch nicht sofort zum Vegetarier werden lassen, aber ich habe mir immer mehr Gedanken darüber gemacht. Damals gab es dann die Fernsehsendung “Der heiße Stuhl” und in einer Ausgabe diskutierte ein Vegetarier mit Bauern und Personen aus der Fleischindustrie. Dort wurde dann gesagt, dass man den Fleischkonsum, insbesondere Schweinefleisch den Menschen ansehen würde. Und tatsächlich sah der Vegetarier am Gesündesten von allen aus und dem Schweinbauern konnte man den nahenden Herzinfarkt schon ansehen. Seit dieser Sendung habe ich weder Fleisch noch Fisch gegessen.

Trotz des Fleischverzichts habe ich aber mittlerweile mit meinem Gewicht zu kämpfen. Ein Bürojob und wenig Bewegung sind sicherlich auch Gründe dafür, aber sich vegetarisch zu ernähren heißt heute nicht mehr zwangsläufig sich gesund zu ernähren.

Durch die BSE-Krise Ende der Neunziger hat sich der Verzicht auf Fleisch immer mehr in der Gesellschaft etabliert, so dass auch für die Industrie fleischfreie Produkte immer rentabler wurden. 1993 wurde ich noch ziemlich doof angeschaut, wenn ich im einen Restaurant etwas Vegetarisches bestellen wollte und auch im Supermarkt war die Auswahl eher beschränkt.

Wenn ich heute unterwegs Ovo-Lacto-Vegetarisches Essen suche, dann habe ich eine Riesenauswahl. Nur leider ist bei der Quantität die Qualität verloren gegangen, so dass ich auch als Vegetarier viel zu viel Junk Food zu mir nehmen kann welches Übergewicht und Krankheiten begünstigt.

Seit ein paar Monaten beschäftige ich mich daher intensiver mit gesunder Ernährung und habe die ersten Selbstversuche hinter mir. Detox-Kur und basische Ernährung waren mein Ausgangspunkt und auch die Vegan-Challenges von Attila Hildmann habe ich probiert.  Mittlerweile ernähre ich mich zu einem Großteil vegan, da sich die Selbstversuche bisher nur positiv auf mich ausgewirkt haben, z.B. konnte ich mein Gewicht reduzieren.

Allerdings ist mein Fitness-Level noch unterirdisch, so dass ich jetzt mit einer 200-Tage-Challenge starten möchte, die mit der Teilnahme am Tough Mudder am 11. Juli 2015 abgeschlossen werden soll.

Aug 15

Einstieg ins Thema

Mehr durch Zufall bin ich auf das Thema basische Ernährung gestoßen. Als eBook habe ich Band 2: Ernährung aus der Reihe Bewegte Ernährung von Dr. Pascal Kühner gelesen. Mittlerweile ist eine Neuauflage unter dem Namen “Stück für Stück zu mehr Energie: Durch gesundes Essen wohlfühlen” erschienen

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Dieses Buch enthält eine Menge Tipps zum Thema Ernährung und liefert auch Hintergrundwissen.

Besonders der Bereich Säure-Basen-Gleichgewicht hat mich über meine aktuellen Essgewohnheiten nachdenken lassen.
So richtig gut fühlte ich mich zu dem Zeitpunkt nicht. Mein Magen und Darm haben immer wieder mal für Ärger gesorgt, so dass ich auch schon über die leider schon gängigen Intoleranzen wie Laktose, Fructose und Gluten nachgedacht habe.

Vom Arzt kam dann recht schnell die Diagnose Reizdarm Syndrom. Irgendwie hatte ich schon das Gefühl, dass dies vorschnell feststand und man sich nicht so gerne mit Patienten mit unspezifischen Symptomen auseinandersetzen möchte.

Diese Probleme hatten mich also schon über Jahre verfolgt und dann lese ich, dass zu viele säurebildende Lebensmittel für einen Großteil verantwortlich sein könnten.

Dr. Google wurde dann auch ausführlich dazu durchsucht.
Basenpulver und Co. werden dort als Wundermittel angepriesen. Aber was sollen solche Mittel bringen, außer Profit für die Hersteller?
Kann ich einfach mit schlechten Essgewohnheiten weiter machen und nehme dann ein Mittelchen, damit es mir oder zumindest meinem Gewissen besser geht?
Das kann keine dauerhafte Lösung sein. Ich möchte lieber den Selbstversuch starten – mit einer Detox Kur.